Gebäudeabdichtung

Feuchtigkeit ist eine häufige Ursache für Schäden an Gebäuden und hat damit maßgeblichen Einfluss auf die Gebrauchstauglichkeit und Wertbeständigkeit eines Bauwerkes. Undichtigkeiten an Dach, Fassade, Sockelbereich und Kellerwand führen häufig zu erheblichen Schäden

Putz  löst sich durch Feuchteschaden, Mauerwerk bröckelt
Massive Schaden an Putz und Mauerwerk an einem Gebäude in Folge eindringender Feuchtigkeit

Dabei wird nicht nur die Bausubstanz zerstört, sondern entsteht auch schwerwiegenden Belastungen durch Schimmel. In solchen Fällen gestaltet sich eine erfolgreiche Sanierung bauphysikalisch als komplex und falsche Ausführung oder Materialwahl führen oftmals zur Verschlimmerung der Gesamtsituation.

DIN-Normen und Fachregelwerke für die Gebäudeabdichtung

Wichtige DIN-Normen und Fachregelwerke für die Abdichtung von nicht wasserdichten Bauwerken oder Bauteilen untergliedern sich in - Abdichtung gegen:

  • Bodenfeuchte nach DIN 18195-4
  • nichtdrückendes Wasser nach DIN 18195-5 
  • von außen drückendes Wasser nach DIN 18195-6
  • von innen drückendes Wasser nach DIN 18195-7 mit den erforderlichen Werkstoffen nach DIN 18195-2

Des Weiteren gilt diese Norm für Abdichtungen unter intensiv begrünten Dachflächen, für das Herstellen der Abdichtungen über:

  • Bewegungsfugen nach DIN 18195-8, für Durchdringungen
  • Übergänge und Abschlüsse nach DIN 18195-9
  • für Schutzschichten und Schutzmaßnahmen nach DIN 18195-10

Diese Norm gilt nicht für die Abdichtung von:

  • nicht genutzten und von extensiv begrünten Dachflächen (siehe DIN 18531) 
  • von Fahrbahnen, die zu öffentlichen Straßen oder zu Schienenwegen gehören 
  • von Deponien, Erdbauwerken und bergmännisch erstellten Tunnel
  • nachträgliche Abdichtungen in der Bauwerkserhaltung oder Baudenkmalpflege (hier gilt das WTA-Merkblatt ´Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile´), es sei denn, es können hierfür Verfahren angewendet werden, die in dieser Norm beschrieben werden oder wasserundurchlässig Bauteile, die so dicht sind, dass sie im Sinne diese Norm eine Abdichtung benötigen

Welche Abdichtung  ist die Richtige?

Jede Abdichtungsmaßnahme erfordert eine Voruntersuchung des Bauteils durch einen

Sachkundigen. 

Im weiteren Verlauf werden unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Voruntersuchungen und ggf. nach Erstellung einer Feuchtebilanz sowie unter wirtschaftlichen, technischen - und sofern erforderlich - denkmalpflegerischen Gesichtspunkten ein Abdichtungskonzept erstellt.

Wie die Praxis bestätigt, ist dabei die billigste Lösung unter Berücksichtigung von Nutzbarkeit, Dauerhaftigkeit, Wirksamkeit, Vollständigkeit der Maßnahme u. ä. nicht die wirtschaftlichste.  Erfahren Sie mehr über: